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#autor_innensonntag – Neid und Missgunst

Ein schwieriges Thema steht an diesem #autor_innensonntag von @justine_thereadingmermaid an – der Umgang mit Neid und Missgunst.

Nähern wir uns dem Thema zunächst einmal mit einer Definition:

Neid = Empfindung, Haltung, bei der jemand einem andern dessen Besitz oder Erfolg nicht gönnt und selbst haben möchte (Quelle: Duden)

Missgunst = aus einer ablehnenden Haltung, Einstellung jemandem gegenüber entspringendes Gefühl, diesem bzw. dieser einen Erfolg, Vorteile o. Ä. nicht zu gönnen (Quelle: Duden)

Beides sind keine positiven Emotionen, wobei Wikipedia zwischen dem konstruktiven und dem destruktiven Neid ( = Missgunst) unterscheidet. Ersterer ist nur der Wunsch, etwas Gleichwertiges der beneideten Person zu besitzen, zweiterer ist der Wunsch, dass die andere Person das beneidete Gut ebenfalls nicht besitzt.

Bin ich neidisch? Durchaus. Wenn ich sehe, wie Anna von Ink of Books einen tollen Podcast mit unterschiedlichsten Gästen nach dem anderen raushaut. Wenn ich sehe, dass Nora Bendzko ihren neuen Roman bei einem großen Publikumsverlag herausbringt. Wenn ich sehe, dass Elenor Avelle regelmäßig auf Twitch streamt. Wenn ich sehe, wie Grit und Ingrid ihre Ein-Personen-Verlage stemmen und dabei noch einen Podcast haben und dazu noch streamen. Wenn ich sehe, dass Autor:innen Agentur-Verträge unterschreiben.
Ja, dann bin ich verdammt neidisch darauf und will das auch haben.

Bin ich missgünstig? Nein, dass kann ich ganz unbelastet sagen. Ich freue mich mit allen Autor:innen, wenn sie Erfolg haben, ich freue mich, wenn sie neue Bücher herausbringen, wenn die neue Podcast-Folge herauskommt, wenn ich bei ihren Streams lauschen kann. Ich freue mich für sie alle und gönne es ihnen von Herzen.

Doch was mache ich mit dem Neid, mit dem „Ich will das auch alles haben!“? Wenn mich dieses Gefühl überkommt, dann schnaufe ich einmal ganz tief durch, lasse das Gefühl zu und besinne mich anschließend auf das, was ich schon alles erreicht habe, verdammte Axt.

Eine Auswahl meiner Veröffentlichungen

Ich habe 2019 zwei Kurzgeschichten in Anthologien veröffentlicht.
Ich habe 2020 drei Romane und ein Sachbuch veröffentlicht, ich habe zwei Anthologien herausgebracht.
Ich habe 2021 bereits 3 Kurzgeschichten in Anthologien herausgebracht, zwei weitere Romane werden dies Jahr noch herauskommen.
Auf meinem ToDo-Stapel liegt eine weitere Anthologie zum Herausgeben. Zwei weitere Roman-Rohfassungen harren ihrer Fertigstellung, Ideen für 1000 weitere existieren. Ich habe ganz viele Kurzgeschichten geschrieben.
Und wenn ich mir das alles vor Augen führe, und dann dran denke, dass es da noch die Münchner Schreiberlinge gibt, dass ich Lidia Benkard dazu gebracht habe, eine Anthologie herauszubringen, dass sich das Anthologie-Projekt der Münchner Schreiberlinge so verselbständigt hat, dass die vierte Anthologie dies Jahr erscheint und die fünfte und sechste bereits in Planung sind – dann bin ich nicht mehr neidisch. Dann bin ich verdammt stolz auf das, was ich – und was andere – bereits erreicht habe.

Unbedingt einen Besuch wert:

Pod of Ink, der Podcast von Anna / Ink of Books
Nora Bendzko, Die Götter müssen sterben, Knaur, erscheint 1.6.2021
Der Twitch-Kanal von Elenor Avelle
Verlag ohneohren von Ingrid Pointecker
ArtSkriptPhantastik-Verlag von Grit Richter
Lidia Benkard, Wanderpfade der Liebe, BoD
Münchner Schreiberlinge

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