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#autor_innensonntag – Motivation

Heute geht es im #autor_innensonntag von @justine_thereadingmermaid um unsere Motivation – wie bleiben wir beim Schreiben am Ball.

Seit mittlerweile 5 Jahren schreibe ich wieder regelmäßig – dabei herausgekommen sind mittlerweile 2 veröffentlichte Romane, 7 Anthologien, in denen eine Kurzgeschichte von mir steht (davon 2 Anthologien als Herausgeberin), 1 Sachbuch, 2 weitere Romane, die noch dieses Jahr herauskommen, 2 fertig geschrieben auf Halde und Ideen für mindestens ein dutzend weitere. Man sieht, an Motivation scheitert es bei mir in der Tat nicht.

Die Geschichten in meinem Kopf müssen heraus, sie wollen erzählt werden und diesem Drang kann ich mich nicht verschließen. Ich liebe es, wenn aus Fragmenten und Ideen ein ganzes Buch entsteht. So habe ich auch immer etwas, das mich beschäftigt, etwas, über das ich nachdenken, das ich im Kopf drehen und wenden kann.

Ich bin ein Pantser – das heißt, ich plane meine Geschichten nicht. Ich habe eine grobe Idee, vielleicht ein Ziel, auf das ich hinarbeite, ein paar Meilensteine zwischendurch. Sonst nichts. Damit fange ich an zu schreiben. Und dann muss ich weiterschreiben, denn schließlich will ich wissen, wie die Geschichte ausgeht. Bisher hat das noch immer geklappt, zum Glück habe ich mich noch nie in eine Sackgasse geschrieben, sondern es fügt sich alles so, wie es sein soll. Als ich „Inepu“ geschrieben habe, wusste ich noch nicht, dass daraus eine Trilogie wird und trotzdem bilden die Bücher zusammen ein Gerüst. Das Schönste ist, wenn ich in den Flow gerate – wenn die Worte aus meinen Fingern aufs Papier fließen, wenn sich die Geschichte und die Menschen verselbständigen und alles an sich reißen und ich dann nur noch eine Chronistin dessen bin, was in meinem Kopf vor sich geht. Ein unvergleichliches Gefühl und eine große Motivation.

Doch Geschichten müssen mitunter herbeigelockt werden. Dafür liebe ich Anthologie-Ausschreibungen. Sie geben ein Thema vor und an mir ist es, eine dazu passende Geschichte zu finden. Ich sage bewusst finden, nicht er-finden, denn die Geschichten und die dazugehörigen Personen sind längst da, irgendwo, ich muss sie nur entdecken und mitunter überraschen sie mich und heraus kommt ein Stil, den ich so noch nie geschrieben habe, ein Genre, das so gar nicht meins ist. Ich wachse an Herausforderungen und sie motivieren mich.

Ein Kind erzieht man nicht allein und auch ein Buch, eine Geschichte sind nicht nur mein Werk, dazu braucht es den Austausch mit anderen Menschen. Wir haben uns zu den Münchner Schreiberlingen zusammengefunden, aus genau diesem Grund, damit wir uns austauschen, über unsere Projekte reden, damit wir uns gegenseitig am Ball halten und uns motivieren. Viele von uns haben inzwischen Kurzgeschichten und Bücher veröffentlicht, in der Gruppe wurden mittlerweile drei Anthologien herausgebracht, drei weitere sind in der konkreten Planung. Ich habe so viele tolle Menschen kennengelernt – Sarah (beste Schreibbuddy ever!), Karen, Lilly, Denise, Lidia, Matthias, Angelika, Dani und noch viele andere. Sie sind meine Motivation.

Last, but not least, ist da mein Mann Jens, die kreative Kraft im Hintergrund. Immer bereit, alles auszudiskutieren und zu hinterfragen, um Dinge zu recherchieren und mir Ideen an den Kopf zu werfen – und hier ist nicht nur Motivation, sondern auch ganz viel Liebe!